Sachsen ist eines der abwechslungsreichsten Bundesländer. Neben unterschiedlichen Landschaftsformen und Naturräumen, finden Sie hier auch eine große Zahl an Kulturdenkmälern.
Vom Tiefland bis zum Mittelgebirge
Das östlichste Bundesland Deutschlands lässt sich von Norden nach Süden grob in Flachland, Hügelland und Mittelgebirge einteilen. Die Leipziger Tieflandbucht ist geprägt von zahlreichen Seen, die nach dem Einstellen des Braunkohletagebaus entstanden sind. Auch in der nördlichen Oberlausitz finden Sie eine große Seenlandschaft. Im sächsischen Hügelland wechseln sich Wälder und Äcker, Fischteiche und kleine Städtchen ab. Hier liegt eine der unverfälschtesten Kulturlandschaften Deutschlands. Die Mittelgebirge in Sachsen gehören zu den bekanntesten Deutschlands. Dazu zählen insbesondere das raue Erzgebirge mit dem 1.215 Meter hohen Fichtelberg und der Sächsischen Schweiz, die für ihre bizarren Felsformationen bekannt ist.
Urlaub und Erholung
Wenn Sie die Ferienzeit gerne aktiv in der Natur verbringen wollen, finden Sie in Sachsen eine Vielzahl von Möglichkeiten dafür. Neben zahlreichen Wanderwegen durch sanfte Laubwälder und mehrere Naturparks, die teilweise auch an bedeutenden historischen Stätten vorbeiführen, ziehen sich im Winter auch Loipenstrecken durch das Land, und das Erzgebirge lockt mit alpinem Skilauf. Im Sommer können Sie die Seengebiete in der Oberlausitz und südlich von Leipzig genießen, die nicht nur zum Schwimmen einladen, sondern auch beliebte Segelgewässer sind. Und in mehreren Kurstädten können Sie sich ganz auf Wellness einstellen.
Städte und Burgen
Auch Kulturreisenden bieten sich hier zahllose Attraktionen. Dass Sachen bis ins 19. Jahrhundert eines der reichsten Länder des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation war, kann man noch heute an den vielen historischen Städten und Gebäuden erkennen. In allen Landesteilen erheben sich stattliche, teilweise hervorragend erhaltene Burgen und Schlösser. Besonders bekannt sind die Burg Gnandstein und das Schloss Moritzburg, das als Kulisse für zahlreiche Märchenfilme diente. Auch mehrere barocke Gartenanlagen sind erhalten geblieben. Besonders beliebt sind auch Städtereisen nach Leipzig und Dresden. Während Leipzig neben der Altstadt hauptsächlich wegen der jüngeren geschichtlichen Ereignisse von Interesse ist, wartet Dresden mit dem berühmten Zwinger und der wieder aufgebauten Frauenkirche auf. Aber auch die weniger bekannten Städte Sachsens haben Einiges zu bieten. Besonders in der Lausitz haben viele Orte den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden. Görlitz, die östlichste Stadt Deutschlands, verfügt über eine intakte mittelalterliche Altstadt, die inzwischen liebevoll restauriert wurde. Nicht weit davon entfernt erhebt sich Bautzen über die Ebene. Die historische Innenstadt entstand bereits vor mehr als 1000 Jahren auf einem hoch aufragenden Granitfelsen über dem Spreetal. Hier können Sie bei einem Besuch des Doms, der Basteien und der Alten Wasserkunst ebenfalls einen Blick in die Vergangenheit werfen. Außerdem können Sie hier eine Besonderheit Sachsens kennenlernen, denn die Oberlausitz ist das einzige, noch erhaltene zweisprachige Gebiet Deutschlands. Neben Deutsch wird hier auch heute noch Sorbisch, eine slawische Sprache, gesprochen, was Ihnen besonders an den ungewohnten Straßenschildern auffallen wird.
Quelle des Fotos: Ellie Nator – Fotolia