Die Staatliche Studienakademie in Bautzen ist eine Bildungseinrichtung, die aus einem polytechnischen Hintergrund hervorging. Offiziell gibt es die Studienakademie seit 1991, während das Vorgängerinstitut seit 1827 existierte. Alljährlich werden rund 600 Studierende im technischen und betriebswirtschaftlichen Bereich ausgebildet. Mit ausgewählten Studiengängen, die fundiertes Wissen aus zwei Themenbereichen vermitteln, können sich Studenten auf verschiedene und sehr nachgefragte Arbeitsfelder vorbereiten.
Management: betriebswirtschaftliche Studiengänge
Zu den betriebswirtschaftlichen Fächern, die an der Akademie unterrichtet werden, gehören das Public Management und das Finanzmanagement. Beim Public Management geht es um die Vermittlung von betriebswirtschaftlichen und verwaltungswirtschaftlichen Themen und Anwendungsbereichen. Nach dem Studium, das interdisziplinär ausgerichtet ist und viel Eigenverantwortung erfordert, ergeben sich vielerlei berufliche Einsatzmöglichkeit in Verwaltungsorganisationen und als Führungspersonen. Den zukünftigen Managern werden Fertigkeiten und Qualifikationen vermittelt, damit sie sowohl aufgaben-, mitarbeiter- als auch kostenorientiert arbeiten können. Die drei Studienjahre beinhalten Unterrichtseinheiten über Wirtschaftsmathematik, BWL und Recht sowie Business English, Personalwesen und Steuerlehre.
Beim Studienfach Finanzmanagement geht es um ähnliche Studienziele, während hier der Fokus auf der Verwaltung von Finanzen liegt. Mit einer tiefgründigen Ausbildung sowohl im Bereich der Industriebetriebswirtschaft als auch in der Bankwirtschaft stehen den zukünftigen Absolventen mehrere Tätigkeitsfelder offen. Erfolgreiche Absolventen können vor allem an der Schnittstelle, wo sowohl Produktionswissen als auch finanzielles Know How gefordert sind, tätig werden. Die dreijährige Ausbildung schließt die Rechtlehre, umfangreiche betriebswirtschaftliche Kenntnisse, das Rechnungswesen und Sprachkenntnisse ein.
Technik und Informatik: technische Studiengänge
Unter den technischen Studienfächern haben Studenten die Wahl zwischen Elektrotechnik, Medizintechnik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Für das Fach sollten sich Studenten auf eine intensive Unterrichtung in Mathematik und in verschiedene Bereiche der Technik wie der Energie- und Messtechnik einstellen. Neben den Englischkenntnissen gehört BWL als Moduleinheit dazu. Darüber hinaus werden verschiedene praktische Seminare angeboten und Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke trainiert. Im Studienfach Medizintechnik ist das Lehrmaterial auf medizinische Geräte und Anlagen fokussiert und die Studierenden werden für Berufe aus der Humanmedizinbranche vorbereitet. Hier besteht trotz der Fokussierung eine große Auswahl: Von einer Tätigkeit im Servicebereich der diagnostischen Gerätetechnik über den Einsatz als Klinikingenieur bis zum Abteilungsleiter im Bereich der Medizintechnik stehen für erfolgreiche Absolventen verschiedene Arbeitsfelder offen.
Das Studienfach Wirtschaftsingenieurwesen richtet sich an Interessenten, die sich für Zusammenhänge zwischen Technik und Betriebswirtschaft begeistern und an der Schnittstelle der beiden Bereiche arbeiten möchten. In den drei Studienjahren werden unter anderem technische Physik, Informationstechnik, technische Mechanik und Elektronik gelehrt. Den Studierenden werden solche Fähigkeiten vermittelt, damit sie später einen Beruf sowohl in der Entwicklung und Einführung von neuen technischen Geräten ausüben können als auch in technisch orientierten Unternehmen für verbesserte Geschäftsprozesse sorgen können. Sie können sowohl als Analytiker, Produktplaner als auch als Vertriebsleiter arbeiten. Genauso werden tiefgründige Kenntnisse aus zwei Bereich im Studienfach der Wirtschaftsinformatik gelehrt. Die Studierenden sollen in den drei Jahren Zusammenhänge zwischen der Computertechnik und der betriebswirtschaftlichen Komponenten verstehen und anwenden lernen. Mit einem umfangreichen Wissen über die Programmierung von Software und Datenbanken, dem IT-Management sowie über betriebswirtschaftliche Vorgänge können sie später als Entwickler und Vermarkter von IT-Produkten arbeiten. Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit im Support-Bereich eines Unternehmens tätig zu werden, Beratungsservice anzubieten oder anhand von IT-Tools Fehler in Geschäftsprozessen zu beheben und diese zu optimieren.
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